Bevölkerung

Die Bevölkerung Angolas setzt sich mehrheitlich aus drei Bantu-Volksgruppen zusammen, von denen jede ihren eigenen Dialekt spricht. 30 % der Bevölkerung sind Ovimbundu, 21 % Kimbundu und 12 % Ganguela. Zahlenmäßig weniger stark vertretene Volksgruppen sind z. B. mit 7% die Nhaneca-Humbe, 5% Xindunga, 3% Bakongo, Ambo, Herero und Tshokwe (einschließlich Lunda). Etwa 2 % der Bevölkerung sind von gemischter Ethnizität, Europäer, überwiegend mit Portugiesischen Vorfahren, machen ungefähr 2 % der Bevölkerung aus. Portugiesen sind, mit knapp 30.000 Menschen, auch die größte nicht-angolanische Volksgruppe im Land¹. Portugiesisch ist sowohl Amtssprache als auch die am weitesten verbreitete Sprache in Angola. Andere Sprachen und Dialekte sind z. B. Ngangela, Oshiwambo (Kwanyama, Ndonga), Otjiherero, Umbundu, Mbundu, Kicongo und Chokwe.

Die Ernährungs- und Gesundheitssituation der angolanischen Bevölkerung ist größtenteils katastrophal. Nur ca. 30 % der Bevölkerung haben Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung und nur 40 % haben Zugang zu ausreichend reinem Trinkwasser. Jährlich sterben tausende Menschen an eigentlich leicht heilbaren Krankheiten wie Malaria, Durchfallerkrankungen oder Atemwegsentzündungen. Daneben sind Meningitis, Tuberkulose und Erkrankungen durch Wurmbefall verbreitet. Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist teilweise oder vollständig von ausländischen Nahrungsmittelhilfen abhängig.

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist die zweithöchste der Welt, statistisch stirbt alle drei Minuten ein Kind in Angola. Aufgrund der mangelnden medizinischen Versorgung ist auch die Zahl der Frauen, die während der Geburt sterben, extrem hoch. Nach UN-Angaben liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Angola bei 44,6 Jahren.



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