Die erste Regierung

Die erste Regierung wurde aus Mitgliedern der drei wichtigsten Befreiungsbewegungen (MPLA, UNITA und FNLA) gebildet. Erster Staatschef wurde der MPLA-Führer Agostinho Neto. Kurz nach der Unabhängigkeit brach ein Bürgerkrieg zwischen MPLA, UNITA und der FNLA aus in den auch ausländische Mächte eingriffen, nachdem die MPLA die Macht im Staate für sich alleine beanspruchte. Die marxistische MPLA wurde von der Sowjetunion und anderen sozialistischen Staaten mit Waffen und durch 50.000 kubanische Soldaten und Militärberatern aus der DDR unterstützt. Die UNITA erhielt von den USA Finanzmittel und Waffen und wurde von Südafrika durch Luft- und Bodentruppen, Waffenlieferungen und Ausbildungsprogramme unterstützt. Die von Zaire unterstützte mehr stammesmäßig denn politisch motivierte FNLA stieg später nach schweren Verlusten aus den Kämpfen aus. Südafrika unterstützte nun wieder verstärkt die UNITA. In Jahre 1983 drangen 5.000 südafrikanische Soldaten bis zu 250 km tief in den Süden Angolas ein um Stützpunkte der Rebellenbewegeung SWAPO aus Südwestafrika (heute: Namibia) zu zerstören. Dabei werden nach südafrikanischen Angaben bis Mitte August 1983 418 SWAPO-Kämpfer und 29 südafrikanische Soldaten getötet. Südafrika erlitt in Schlachten und Gefechten mit kubanischen Verbänden empfindliche Niederlagen. Dies weckte Südafrikas Bereitschaft zu Verhandlungen und zum Rückzug aus Angola. Auf dieses erfolglose militärische Engagement in Angola ist schließlich zum großen Teil auch die Schwächung der Position Südafrikas in Namibia, das 1990 in die staatliche Unabhängigkeit entlassen wurde, sowie des Apartheidsregimes selbst zurückzuführen. Im Jahr 1991 einigten sich die beiden Bürgerkriegsparteien MPLA und UNITA darauf, ein Mehrparteiensystem umzusetzen. Nachdem der heute amtierende Präsident José Eduardo dos Santos (MPLA) die durch die UN überwachten Wahlen gewonnen hatte, brach abermals Krieg aus (bis 1993). Der Auslöser war, dass die UNITA überzeugt war, es handle sich um Wahlbetrug.



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