Unabhängigkeit

Im Juni 1964 entschieden die Briten, dem Land die Unabhängigkeit zu gewähren. Die Hauptstadt wurde 1965 von Mafikeng in Südafrika nach Gaborone verlegt, so daß das Gebiet erstmals einen landeseigenen Verwaltungssitz hatte. In diesem Jahr fanden auch erstmals Wahlen statt, in denen die 1962 gegründete Botswana Democratic Party unter der Führung von Seretse Khama mehr als 80 % der Stimmen erzielen konnte. Botsuana wird schließlich am 30. September 1966 unabhängig und wird Mitglied im British Commonwealth.

Dabei verbesserte sich die finanzielle Lage des Landes kurz nach der Unabhängigkeit drastisch, als 1967 bei Orapa erste große Diamantenlager entdeckt wurden. In Botsuana erzählt man, diese seien schon zuvor entdeckt aber verheimlicht worden, um die Entlassung in die Unabhängigkeit nicht zu gefährden; Belege hierfür gibt es allerdings nicht.

Erster Staatspräsident wurde Seretse Khama, der König der Bangwato. Botsuana schloß sich 1974 gemeinsam mit Angola, Mosambik und Tansania zur Gruppe der "Frontstaaten" zusammen, die die Befreiungsbewegungen in Namibia und dem damaligen Südrhodesien unterstützten. Später - im Jahre 1979 - gründeten diese Frontstaaten gemeinsam mit Lesotho, Malawi, Sambia, Simbabwe und Swasiland die Südafrikanische Entwicklungskonferenz (SADCC = Southern African Development Coordination Conference), zunächst als Gegengewicht zu Südafrika. Dieses trat allerdings nach dem Ende des Apartheid-Regimes im Jahre 1992 der Organisation ebenfalls bei, die nunmehr unter Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft ( Southern Arfrican Development Community = SADC) firmiert. Diese hat ihren Sitz in Gaborone.

Nach dem Tode von Seretse Khama im Jahr 1980 wurde zunächst Ketumile Masire Präsident, dem seit 1998 Festus Mogae nachfolgte. Festus Mogea wurde am 30. November 2004 wieder gewählt.

Seit 1980 ist Botsuana Mitglied der UNESCO.



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