Sehenswürdigkeiten

Montag, 13. Februar 2006
Salzpfannen, eine unechte Wüste und das größte Binnendelta der Welt

Sehenswürdigkeiten - darunter versteht man als Europäer oft menschlich geprägte Kulturgüter. Botswana bietet keine auffälligen Kirchen, wunderschöne Gebäude oder ähnliches mehr, Dinge, worauf der "normale" Reisende oft fixiert ist. Dieses Land, welches im ersten Moment vor allem durch seine unglaubliche Weite beeindruckt, bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten, die sich aber manchmal erst im zweiten Moment des Hinsehens erschließen. So sind die größten Sehenswürdigkeiten des Landes vor allem in seiner Natur begründet. Neben dem Okavango Delta, welches das größte Binnendelta der Welt darstellt, und aufgrund vieler biologisch und geologisch begründeter Besonderheiten eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt beherbergt, bietet Botswana ausgedehnte Salzpfannen - ehemals riesige Binnenseen, die im Laufe der Jahrtausende ausgetrocknet sind - , und natürlich die Kalahari, im Volksmund mit einer Wüste gleichgesetzt, was aber nicht der wissenschaftlichen Realität entspricht. Daneben gibt es natürlich auch kulturelle Güter, die es lohnen näher betrachtet zu werden. Schließlich ist Botswana die Heimat einer der ältesten Urvölker - den San. Die Buschleute, die heute Baswara genannt werden, haben mit riesigen Felszeichnungen in den Tsodoli Hills wie auch im Savuti schon vor vielen Jahrhunderten ihre Lebensweisen verewigt.

Botswana - ein Land mit weitem Horizont
Dass dieses Land so unendlich weit wirkt, ist einfach zu begründen. Über viele Kilometer hinweg, ist dieses Land einfach eben. Kein Hügel, oft nicht mal größere Bäume, stören das Bild, dass sich dem Auge bietet. Wer von Palapye nach Maun fährt, also das Land von Ost nach West durchkreuzt, kann dieses Empfinden einer unendlichen Weite besonders stark erleben. Hier schließen sich rechts und links der Straße einerseits die Salzpfannen an und andererseits prägt die Savannenlandschaft der Kalahari das Bild. Nur wenige Dörfer unterbrechen die Landschaft. So hat der europäische Reisende die Gelegenheit sich Stück für Stück von der ihm bekannten Enge und Dichte von Menschen und bildlichen Eindrücken in Form von ständig Neuem, zu entfernen und auch zu erholen.
Botswana bewegt sich in seinen Höhenlagen zwischen 511 Metern über NN im Osten (Tuli Block) bis auf rund 1400 Metern über NN im Westen (Tsodoli Hills). Größtenteils befindet sich das Land auf einer Höhe von rund 800 bis 1100 Meter über NN. Selbst kleinste Erhebungen werden somit zu Hügeln und fantastischen Ausblickstellen. Kubu Island (Lekhubu Island) inmitten der Sowa Pan ist ein solcher Ort. Geprägt durch riesige Baobabs auf einer felsigen "Insel" und umgeben von nichts außer grauer Fläche (bzw. je nach Jahreszeit teiweise auch durch hartes Gras bewachsenen Stellen), wohnt diesem Ort schon fast ein mystischer Charakter inne.
Die Kalahari wiederum ist eine Trockensavanne, die unterschiedlichste Gegebenheiten aufweist. Die Ausdehnung der Zentralkalahari (Begrenzung im Norden durch den Okavango, im Süden durch den Oranje River, im Westen durch die namibischen Karasberge und im Osten durch das östliche Hochland) umfasst den halbariden, trockenen Bereich, der sich fast ausschließlich in Botswana befindet (Die Kalahari gesamt erstreckt sich geologisch betrachtet auf 9 Länder in Afrika und gilt als die größte zusammenhängende Sandfläche der Welt).
Sowohl das Okavango Delta wie die Kalahari sind faszinierende Ökosysteme, deren großer Reichtum in einer fantastischen Tier- und Pflanzenwelt besteht.
Autorin: Annette Louis

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Die Salzpfannen verstärken den Eindruck der unentlichen Weiten. (photo by louis, www.africa-wildtours.com)


www.africa-wildtours.com

 

Nationalparks Reisen in Botswana ist etwas ganz besonderes. Das Land hat im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte sich die Entwicklung der touristisch interessanten Reisegebiete im benarchbarten Südafrika und.....

   

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