Francistown

Francistown ist mit 89.979 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005) die zweitgrößte Stadt Botsuanas und liegt etwa 450 Kilometer nördlich der Hauptstadt Gaborone.

Die Besiedlung der Region reicht 80.000 Jahre zurück, als hier bereits Vorfahren der San lebten.

In den 1860er Jahren erlebte die Region einen ersten Boom, als Gold gefunden wurde. Der Engländer Daniel Francis, nach dem die Stadt benannt ist, erwarb 1869 die Schürfrechte von den einheimischen Matabele und gründete die Tati Concessions.

Das heutige Francistown entstand ab 1897. Bis zur Unabhängigkeit Botsuanas im Jahre 1966 war die Stadt das Versorgungszentrum für die Tati Concessions und kleinere Goldminen in der Region. Mit der Unabhängigkeit wurde die Stadt zum Umschlagplatz für den Handel mit Simbabwe und Sambia. Bis etwa 1990 zog die Stadt Wirtschaftbetriebe an, die hier die Sanktionen gegen die südafrikanische Apartheid umgingen.

In den Schlachthäusern von Francistown wird ein großer Teil des für den Export bestimmten Viehs geschlachtet. Ansässig sind weiterhin Bekleidungs-, Strickwaren-, Schuh-, Textil- Keramik- und Chemieindustrie.

Im Rahmen der Dienstleistungswirtschaft floriert insbesondere das Transportgewerbe. Das große Hinterland, das sich über dünn besiedelte Gebiete bis nach Simbabwe, Sambia und in die zentrale Kalahari erstreckt, sorgt für viele Klein- und Großhändler.

Francistown bietet keine touristischen Sehenswürdigkeiten. Die Makgadikgadi-Salzpfannen und der Tuli-Block mit seinen vielen Wildtieren sind von hier gut zu erreichen.



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