Wirtschaft

Das volkswirtschaftliche Einkommen Botsuanas beruht auf dem Erschließen von Bodenschätzen im Bergbau, auf der Fleischproduktion und auf Einnahmen aus dem Tourismus. Dabei macht der Diamanten-Export über 70 % des Gesamtexportwertes aus; die Diamantenminen werden von einer Gesellschaft ( Debswana ) betrieben, die je zur Hälfte dem Botswanischen Staat und dem Diamantenkonzern De Beers gehört.

Das Land verfügt über eine stabile Währung, den Pula, dessen Wechselkurs sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro in den letzten Jahren angestiegen ist.

Botsuana hatte im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten ein sehr hohes Wirtschaftswachstum, das sich auf durchschnittlich jährlich 9 % belief. So hat sich das Land von einem der ärmsten Länder der Erde zu einem Land mit mittlerem Einkommen entwickelt und verfügt über das höchste Kredit-Rating in Afrika. Die Wachstumsrate ist allerdings in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

Wegen seiner politischen Stabilität, wirtschaftlichen Entwicklung und der stetigen Verbesserung der Lebensumstände wird Botsuana oft als ein "Musterland" Afrikas bezeichnet. Dies ist einerseits dem Umstand zu verdanken, dass bereits kurz nach Erlangung der Unabhängigkeit reichhaltige Diamantenminen entdeckt wurden ( Geschichte Botsuanas ), aber andererseits auch dem Umstand, dass die so gewonnenen Mittel auch tatsächlich überwiegend in die Entwicklung des Landes investiert wurden.

Durch die endemische hohe AIDS-Rate und die damit verbundene hohe Sterblichkeit ist auch die weitere wirtschaftliche Entwicklung Botsuanas sehr gefährdet.

Die Landwirtschaft basiert auf Nutzviehhaltung und dem Anbau von Grundnahrungsmitteln wie Mais, Sorghum und Hirse. In den letzten Jahren hat die Landwirtschaft stark unter Dürreperioden gelitten. Hauptexportgüter sind Rindfleisch und Mineralien, insbesondere Diamanten, der größte Devisenbringer (72,3% des Gesamtexports), Gold, Nickel, Kupfer, Kobalt und Kohle. Dehydriertes Sodiumkarbonat wird seit einiger Zeit in größeren Mengen industriell produziert. Platin, Gold und Öl wurden im Süden des Landes entdeckt. In den vergangenen Jahren hat sich der Fahrzeugbau zu einer erfolgreichen Industrie entwickelt. Botswana ist wirtschaftlich eng mit Südafrika verbunden und gehört zusammen mit Südafrika, Lesotho und Swasiland zur Südafrikanischen Zollunion (SACU). Importe kommen hauptsächlich aus den Mitgliedstaaten der SACU, anderen afrikanischen Ländern (insbesondere Simbabwe) und Korea. Wichtigster Absatzmarkt ist Europa. Kluges Wirtschaften und der gewinnbringende Abbau von Mineralien in den neunziger Jahren haben Botswanas Wirtschaftswachstum vorangetrieben. Wiederkehrende, für die Landwirtschaft sehr bedrohliche Dürreperioden und starke Preisschwankungen bei Rohstoffen veranlaßten die Regierung zu einem verstärkten Ausbau des Dienstleistungssektors mit besonderem Augenmerk auf die vielversprechenden Bereiche Tourismus und Finanzwesen. Bei der Förderung des Fremdenverkehrs werden ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt, um die Erhaltung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt zu gewährleisten.

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