Bevölkerung

Ethnisch gliedert sich Kamerun in 286 verschiedenen Volks- und Sprachgruppen. Im Süden leben Bantu (Luanda, Ewondo, Kpe/Bakwiri, Duala [2% der Gesamtbevölkerung], Basaa, Ngoumba, Beti/Mpongwe-Fang [15% der Gesamtbevölkerung], Boulou, Makaa, Njem, Ndzimou u.a.), im Zentrum und im Norden Semibantu ( eine Mischgruppe von Bantu-sprachigen Völkern und sudanischen Völkern) (Bamiléké [19% der Bevölkerung], Bamoun [1,3% der Bevölkerung], Chamba (Samba), Tikar, Vute und andere) sowie tschadische (Kanuri (Volk), Massa, Moundang u. a.) und sudanische Ethnien (Kirdi [11% der Bevölkerung], Kotoko, Fulbe [10% der Bevölkerung], Gbaya u. a.); der südliche Regenwald ist Lebensraum einiger Tausend Pygmäen. Die europäische Minderheit besteht meist aus Franzosen. Am dichtesten besiedelt sind das Grasland der Bamileke, die Küstenprovinz um die Hafenstadt Douala und das Gebiet um die Hauptstadt Yaoundé. Demgegenüber sind die Mitte und der Südosten des Landes menschenarm.

Es werden ungefähr ebenso viele Sprachen gesprochen, wie es Völker gibt. Als Amtssprachen werden Französisch (ca. 80% der Bevölkerung) und Englisch (ca. 20% der Bevölkerung) verwendet. Die Hauptsprache im Norden ist Ful, im Süden sind die Hauptsprachen Jaunde und Pangwe, die Sprachen der Ewondo und Fang. Etwa 40 % der Gesamtbevölkerung sprechen Bantusprachen, über 20 % sprechen Sudan- und Az-Sande-Sprachen, der Rest der Bevölkerung spricht die Sprachen der Semibantu.


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