Douala

Douala (oder auch: Duala) ist mit 1.338.144 Einwohner (Stand 1. Januar 2005, wobei tatsächlich eine größere Zahl anzunehmen ist) die größte Stadt in Kamerun. Die ehemalige Hauptstadt (bis 1920) ist als Wirtschaftsmetropole das Finanz-, Industrie-, Handels- und Kulturzentrum sowie Verkehrsknotenpunkt des westafrikanischen Staates. Douala ist die Hauptstadt der Provinz Littoral und Hauptort des Verwaltungsbezirks Wouri.

Die Stadt liegt 24 Kilometer von der Küste des Atlantiks entfernt am Ufer des Flusses Wouri durchschnittlich 13 Meter über dem Meeresspiegel.

Am Delta des Flusses entstand der wichtigste und größte Hafen von Kamerun. Der größte Teil der Stadt liegt am linken Ufer des Wouri-Flusses. Die geografischen Koordinaten sind 9,20 Grad nördlicher Breite und 13,23 Grad östlicher Länge.

Douala liegt in der tropischen Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 27,9 Grad Celsius, die Jahresniederschlagsmenge 1.012 Millimeter im Mittel.

Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen durchschnittlich 25,7 und 32,1 Grad Celsius. Der meiste Niederschlag fällt während der Regenzeit von Juni bis September mit 168 bis 249 Millimeter im Mittel. Zwischen November und März bleibt es trocken.

Ursprünglich war das Gebiet der heutigen Stadt ein Sumpfgebiet. Etwa zu Beginn des 18. Jahrhunderts kamen die Douala, eine Bantu-Volksgruppe, in diese Gegend. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Delta ein strategisch wichtiger Punkt für den Sklavenhandel vor allem mit portugiesischen Händlern.

Ab 1860 wurde Palmöl das Haupthandelsgut zwischen Douala und den Europäern. 1884 schloss Gustav Nachtigal (1834-1885) im Namen des deutschen Reichskanzlers einen "Schutzvertrag" mit den Douala-Königen Akwa und Bell ab und stellt das Land unter deutsches Protektorat. Zwischen 1885 und 1901 wurde "Kamerunstadt" Verwaltungssitz des deutschen Schutzgebiets.

1901 wurde Buea Hauptstadt, weil die Deutschen dort das Klima als angenehmer empfanden. 1907 erhielt Kamerunsstadt den heutigen Namen Douala (deutsche Schreibweise: Duala), nach der dort ansässigen Ethnie. 1920 verlegten die Franzosen die Hauptstadt nach Yaoundé, das seit dem administratives Zentrum des Landes ist.

Die Herstellung von Aluminiumerzeugnissen, Textilien, Bier und alkoholfreien Getränken sowie die Verarbeitung von Holz und Kakaobohnen sind die wichtigsten Produktionszweige.

Die meisten Kamerun-Reisenden aus Europa kommen auf dem Flughafen in Douala an, so gilt diese Stadt auch als "Kreuzung Afrikas". Dies aber nicht nur weil die Stadt ein See- und Luftverkehrsknotenpunkt ist, sondern auch weil es ein "Schmelztiegel" verschiedener ethnischer Gruppen des Landes ist, die zum Handeln hier her kommen


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