Nkongsamba

Nkongsamba ist eine Stadt im Südwesten von Kamerun ca. 145 km nördlich von Douala. Sie ist Verwaltungssitz des Bezirks Moungo.

Nkongsamba liegt an einem Ausläufer des Hochlandes von Adamaua, auf etwa 830 m über dem Meeresspiegel. Sie liegt auf sieben Hügeln zwischen alten Vulkankratern, dem 2411 hohen Manengoubamassiv im Westen und dem 1825 m hohen Nlonako im Osten. Auf dem fruchtbaren Boden dieser Region werden Pfeffer, Kakao, Kaffee, Bananen und Ananas angebaut.

Die Stadt ist 1912 als Samba mit dem Bau der als Manegubahn bezeichneten Eisenbahnlinie Bonabéri - Nkongsamba unter deutscher Verwaltung entstanden. Die geplante Weiterführung der Strecke Richtung Norden nach Bafoussam, Foumban, Banyo und Garoua wurde nie verwirklicht. Richtung Süden wurde sie mit der Überquerung des Flusses Wouri bis Douala ausgebaut und ist nun als Nordbahn bekannt. Der Verkehr ist aber mittlerweile von Nkongsamba bis Mbanga eingestellt. Nur noch die Weststrecke zwischen Douala und Mbanga und weiter nach Kumba wird regelmäßig befahren. Während der deutschen Kolonialzeit hält die Telekommunikation in Nkongsamba mit dem Bau einer Telegraphenanstalt Einzug. 1914 wurde die Stadt mit Beginn des Ersten Weltkriegs von den Briten besetzt und gelangte 1916 unter französische Verwaltung.

Nkonsamba ist Bischofssitz der gleichnamigen katholischen Diözese mit ihrem Bischof Dieudonné Watio.

Die Stadt ist das Zentrum eines Kaffee- und Bananenanbaugebietes. An Betrieben bestehen unter anderem Sägemühlen, Brauereien und Palmölverarbeitung. Zudem existiert ein Lehrerseminar, technische Schulen und ein Forschungsinstitut für Kakaoanbau.

Nkongsamba liegt an der gut ausgebauten Straße N5 die Douala mit Bafoussam verbindet. Der Eisenbahnverkehr auf der Bahnlinie nach Douala am Atlantischen Ozean ist eingestellt.

Mit seinem nationalen Flugplatz ist Nkongsamba auch auf dem Luftweg zu erreichen.


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