Kolonialgeschichte

Die Geschichte Kenias als Kolonie beginnt 1885 mit einem deutschen Protektorat über die Besitzungen an der Küste des Sultans von Zanzibar. 1888 kam die British East Africa Company nach Kenia. Deutschland übergab seine küstennahen Gebiete 1898 an die Briten.

1895 gründete die britische Regierung das Ostafrikanische Protektorat und gab 1902 das fruchtbare Bergland zur Besiedlung durch Weiße frei. 1920 wurde Kenia offiziell zur Kronkolonie. Ein eindrucksvolles Bild des Lebens der weißen Siedler schildet Karen Blixen in ihrem 1985/86 auch verfilmten Bericht Jenseits von Afrika. Im britischen Film „Die letzten Tage in Kenia“ (engl. "White Mischief") wird 1987 unter der Regie von Michael Radford das explodierende Leben der weißen Siedler im „Happy Valley“, einem Tal nordöstlich von Nairobi gezeigt, quasi der letzten Tanz auf dem Vulkan. Kenia galt den Briten schon immer als moralisch suspekt und es war eine stehende Redensart „Sind Sie verheiratet oder leben Sie in Kenia?“

Afrikanern war es bis 1944 nicht möglich, direkt an der Politik teilzunehmen.

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