Was man sonst noch beachten sollte


Shiptonscamp

Vorbereitung: Wer regelmäßig Sport betreibt wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen ist generell für alle Trekking-Touren gut gerüstet. Wer in Alpennähe wohnt kann nichts besseres tun als regelmäßig lange Gipfeltouren zu unternehmen, um seine Grundkondition auf- und auszubauen.

Ausrüstung: Neben warmer und regendichter Kleidung (Zwiebelsystem) sind unabdingbar ein warmer Schlafsack, Handschuhe und Mütze, komplette Campingausrüstung – nicht zu unterschätzen ist ein guter Campingkocher (am besten Benzin oder Spiritus, mit Gas wird man auf der Höhe ein Problem bekommen), ausreichend Lebensmittel (z.B. Instantsuppen, Teebeutel, Nüsse, Trockenfrüchte, Nudeln, Schokolade). Das Wasser der Quellen an den Camps Kenia kann man problemlos trinken. 3-5 Liter Flüssigkeit benötigt der Körper täglich, also auch ausreichend Plastikflaschen mitnehmen! Ein 1.-Hilfe-Set gehört ins Gepäck ebenso wie eine Rettungsdecke oder ein Biwaksack, wenn man kein Zelt dabei hat. Im Hochland über 2500 m besteht nur ein geringes Malariarisiko. Dennoch: Kenia ist Malaria-Risikogebiet, vor der Reise dorthin sollte man sich auf jeden Fall individuell vom Arzt beraten lassen.

Höhenkrankheit: Das tückische daran ist, daß man sie nicht vorhersagen kann. Es kann jeden treffen, egal welchen Alters, Geschlechts oder welcher Kondition. Typische Anzeichen sind Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Verwirrung. Wichtig ist es, sich Zeit zu lassen, also „pole, pole“, wie die Einheimischen sagen, also langsam den Berg anzugehen. Lieber einen Ruhetag und mit Genuß zum Gipfel als schnelle auf große Höhen und dann eine leidvolle Umkehr! Verschwinden die Symptome der Höhenkrankheit nicht, zeigen sich starke Ermüdungs- oder Schwächeerscheinungen hilft nur eines: Sofort umkehren auf unter 2500 m! Ein tödlich endendes Lungenödem kann die Folge sein! Empfehlenswert ist, wenn man die Möglichkeit hat, kurz vor einer Mount Kenia – Besteigung in den Alpen einen leichten 3-4000er besteigen um schon einmal seine „Höhentauglichkeit“ zu testen.

Beste Tages- und Jahreszeit: Vormittags bis ca. 9 Uhr ist das Wetter klar, danach bewölkt es sich und man kann den Gipfel nicht mehr sehen. Januar/Februar und August sind die beste, weil trockenste Jahreszeit (was nicht ausschließt daß es nicht doch regnen oder schneien kann).

Kartenmaterial und Führer:
Zur Einstimmung auf den Mount Kenia empfehle ich Stefe Razzettis Artikel „Von Chogoria zur Gipfelumrundung“ in seinem Buch Top Trekking – Die aufregendsten Touren der Welt .

Unschlagbar hat sich für uns wieder einmal der Lonley Planet erwiesen. Der zwar etwas ältere, aber dennoch aktuelle Führer Trekking in East Africa beschreibt detailliert Kenias Hochland und alle Routen.

Beim Kartenmaterial muß man seine Ansprüche zurückschrauben: Einzig brauchbar ist die topographische Karte Mount Kenya 1: 50 000 Map and Guide. Sie ist nur in Kenia (Nairobi) erhältlich.

Wer jetzt neugierig geworden ist uns selber auf Tour gehen will kann nun selber das Planen anfangen. Gerne stehe ich aber auch mit Rat und Tat zur Verfügung, ein E-Mail genügt: Bille.Stoehr(at)gmx.de

Autorin: Sibylle Stöhr



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