Katanga

Katanga (1971-1997 Shaba) ist eine Provinz der Demokratischen Republik Kongo mit der Hauptstadt Lubumbashi.

Die Provinz liegt im Südosten des Landes und grenzt im Nordwesten an die Provinzen Kasai-Occidental und Kasai-Oriental, im Nordosten an die Provinzen Maniema und Sud-Kivu, im Süden an Sambia, im Westen an Angola und im Osten an den Tanganjikasee (Tansania).

Die Hauptvolksgruppen Katangas sind die Baluba im Nordwesten und in der Mitte, die Hemba im Norden, die Tumbwe im Nordosten, die Lunda im Westen, sowie die Bemba und Lala im Südosten.

Katanga ist weiter unterteilt in die Distrikte Tanganika, Ober-Lomami, Ober-Katanga, Kolwezi und Lualaba, die wiederum in separate Territorien unterteilt sind.

1891 wurden die Gebiete Katangas vom belgischen Kongo-Freistaat der Compagnie du Katanga und 1900 dem Comité Spécial du Katanga anvertraut und wurden völlig separat vom restlichen Kongo verwaltet. Erst 1910 wurde Katanga autonomes Gebiet des Belgisch-Kongo. 1933 verlor die Provinz ihre Autonomie und wurde nach ihrer Hauptstadt in Elisabethville (frz.) bzw. Elisabethstad (ndl.) (heutiges Lubumbashi) umbenannt.

Briefmarke des "unabhängigen" Katanga

1960, als die Dekolonisation der Demokratischen Republik Kongo im Gange war (siehe Geschichte der Demokratischen Republik Kongo), rief Moïse Tshombé die Unabhängigkeit Katangas aus. Die UNO versuchte durch Verhandlungen Katanga zur Rückkehr zu bewegen, besetzte 1963 das damalige Elisabethville und beendete die Unabhängigkeit mit militärischen Mitteln. Katanga wurde erst in drei Provinzen geteilt, 1966 jedoch wiedervereinigt.

Im gleichen Jahr 1966 wurde die Minengesellschaft Union Minière du Haut Katanga unter dem Namen Gécamines verstaatlicht. 1971 wurde Katanga in Shaba umbenannt. Während der 1970er-Jahre konnten Rebellionen von der zaïrischen Zentralgewalt nur mit ausländischer Militärhilfe unterdrückt werden, beispielsweise 1978 als am 13. Mai bei der sogenannten Shaba-Invasion 4000 Rebellen die wichtigste Bergbaustadt der Provinz, Kolwezi besetzten. Nur durch massive Unterstützung durch die Vereinigten Staaten von Amerika, Belgien und Frankreich, gelang es der zaïrischen Armee die Stadt zurückzuerobern, wobei 700 Afrikaner und 280 Weiße den Tod fanden. Nachdem Mobutu 1997 ins Exil ging, nahm die Provinz wieder den früheren Namen Katanga an..

Flagge Katangas 11. Juli 1960 - 24. Mai 1963. Die Kupferkreuze wurden in der Flagge auch in aufrechter Form dargestellt. Zusätzlich gab es farbliche Varianten aller Art.



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