Geschichte

Vor den grossen Erkundungsfahrten der Europäer lebten Araber an der Küste vor Afrika. Sie betrieben Handel zwischen Afrika und Indien mit Gold, Elfenbein und Sklaven. 1498 landete Vasco da Gama als erster Europäer in Mosambik. Darauf bemächtigten sich die Portugiesen dieser Handelsplätze und drangen auf der Suche nach Gold dem Sambesi entlang ins Landesinnere. Jahrhunderte lang begnügten sich die Portugiesen mit dem Handel von Sklaven und kümmerten sich nicht gross um die Bevölkerung. Ihre Diktatur wurde bis ins 20. Jahrhundert durchgeführt und durch Zwangsarbeit, ausbeuterischen Arbeitsverträgen und rücksichtslosen Behandlungen verschlechterten sich die Lebensbedingungen in den Kolonien sehr. Bis 1898 war die Stadt Ilha de Moçambique Hauptstadt des Landes. Sie gab dem Land auch seinen Namen. 1962 wurde die Freiheitsbewegung FRELIMO gegründet. Je stärker die Portugiesen an ihrem Kolonialbesitz festhielten, um so radikaler wurde der Widerstandswille der FRELIMO. 1964 gingen die Widerstandskämpfer in den bewaffneten Kampf über, der im Norden sehr erfolgreich endete. Doch erst nach der Nelkenrevolution und dem Sturz des diktatorischen Regimes in Portugal erlangte Mosambik am 25. Juni 1975, nach knapp 500 Jahren als Kolonie, die Unabhängigkeit. In den FRELIMO setzten sich die marxistischen Kräfte durch. Da sie den Staat unter Kontrolle hatten, waren auch alle wichtigen Posten durch ihre Männer besetzt. Sie verstaatlichten die Industrie und gründeten landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften. Doch die Abwanderung europäischer Fachkräfte schwächte die Wirtschaft des Landes empfindlich. Während den achtziger Jahren entstand jedoch eine neue Widerstandsbewegung, die durch Südafrika unterstützt wurde. Nach dem Tod des FRELIMO-Präsidenten 1986 bei einem Flugzeugabsturz verfiel das Land in einen Bürgerkrieg, der zu einem völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch führte. Erst 1992, nach über 900'000 Toten und 1.3 Millionen geflüchteten Menschen, konnte das Land mit Hilfe von UN-Friedenstruppen stabilisiert, und die erste Oppositionspartei gegründet werden. Seit 1995 ist Mosambik neben Kamerun das einzige Mitglied des Commonwealth of Nations, welches nicht ehemals britische Kolonie gewesen ist. Die Auswanderung der Weißen in großem Ausmaß, die wirtschaftliche Abhängigkeit von Südafrika, eine anhaltende Dürre und der langgezogene Bürgerkrieg zwischen der regierenden Frelimo und der von Südafrika unterstützten Rebellenbewegung Renamo behinderte die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Im Februar des Jahres 2000 führen schwere Regenfälle zu einer Flutkatastrophe, die zahlreiche Menschenleben fordert, ein Rückschlag für das aufstrebende Land.



Oleco.de - Günstiger Surfen


© Der Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

¨