Damara

Die Damara, auch Bergdama genannt, da Damara eigentlich eine weibliche Dualform ist, sind eine afrikanische Volksgruppe.

Sie sind vermutlich überwiegend schwarzafrikanischen Ursprungs, sprechen jedoch eine Sprache, die der der Nama und San (Buschmänner) ähnelt. Über ihren Ursprung ist viel spekuliert worden, da sie wohl nicht zur Bantu-Einwanderungswelle gehören, die sich seit der Zeitenwende über den südlichen Teil Afrikas ergoss. Auch von den Khoikhoi ("Hottentotten") und den San ("Buschmänner") unterscheiden sie sich äußerlich, so dass nur schwer eine gemeinsamer, nicht all zu weit in die Vergangenheit zurückreichender Ursprung angenommen - aber auch nicht ausgeschlossen werden kann. Gleichwohl gelten die Damara zusammen mit den San als die ältesten Besiedler des südlichen Afrikas.

Historisch waren die Damara, soweit sich dies rekonstruieren lässt, nie eine dominante Ethnie, sondern immer den anderen Völkern dieses Raumes untertan, über lange Zeit sogar im Sklavenstatus bei den Herero, Nama und Afrikaanern angesiedelt. Dort genossen die Damara aber dennoch eine gewisse Wertschätzung, da sie die Kunst des Eisen- und Kupferschmelzens und des Schmiedens beherrschten - Fertigkeiten also, die bei der Speer- und Pfeilherstellung sehr wichtig waren. Die Beherrschung durch andere Volksstämme führte zu einem allmählichen, aber sehr weitgehenden Verlust der kulturellen Identität, zumal die Damara keine Schriftsprache kannten.

In Namibia stellen sie etwa 8% der Bevölkerung (Schätzung 1994: 132.000). 1973 richtete das Apartheidsregime in Südafrika im Zusammenhang mit dem Odendaal-Plan das Damaraland als Homeland für die Damara zwischen dem Kaokoland und der Namib-Randzone ein.

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