Kolonialzeit bis 1918

Nachdem es dem deutschen Kaufmann Franz Adolf Eduard Lüderitz gelungen war, durch Verträge mit einheimischen Stammesführern weite Landstriche zu erwerben („Lüderitzbucht“), wurde das Land vom Oranje bis zum Kunene 1884 zum Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika und sodann zur deutschen Kolonie erklärt. Die Nachricht von sagenhaften Diamantenfunden löste geradezu eine „Goldgräberstimmung“ in Deutschland aus. In Lüderitzbucht konnte man die Klippekies, wie die Diamanten bezeichnet wurden, im Sand des Strandes und der Dünen der Wüste auflesen. Der davon ausgelöste Zuzug von Händlern und Farmern sowie deren Landnahme stießen auf zunehmenden Widerstand der einheimischen Herero und Nama. Das rüde Vorgehen der Siedler stieß besonders bei den Herero auf Widerstand, aber auch das europäische Verständnis von gekauftem Eigentum unterschied sich zu dem der Herero. Nachdem der an Trunksucht leidende Stammeshäuptling Maharero, langjähriger, guter Freund Oberst Leutweins, des Gouverneurs von Deutsch-Südwestafrika, Land an deutsche Siedler verkaufte und im nachhinein weiterhin seine Viehbestände dort weiden ließ, zog er sich den Zorn der Siedler zu, was die Hereros wiederum mit Überfällen, Plünderungen und Mord an Farmern, deren Frauen und Kinder beantworteten.





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