Ärtliche Versorgung

Die Gesundheitsleistungen werden auf drei Ebenen erbracht: der zentralstaatlichen, provinzialen und lokalen Ebene.

Zu den kostenlosen Leistungen der lokalen Gesundheitsbehörden gehören Familienplanung, Vor- und Nachuntersuchungen bei Entbindungen, Gesundheitsführsorge für Kinder sowie Impfungen gegen bestimmte Krankheiten.

In der Verantwortung der Provinzverwaltungen liegen Diagnose und Behandlung von ansteckenden Krankheiten, wie Aids, Tuberkulose, Polio, Pocken, Malaria, Scharlach, Cholera, Lepra und Pest. Hierbei sind die Einrichtungen für Diagnose, Behandlung sowie Krankenhausaufenthalt kostenfrei.

In Zusammenarbeit mit den Universitäten Kapstadt und West-Kap hat der Medizinische Forschungsrat eine Forschungsgruppe zusammengestellt, die traditionelle Arzneimittel untersuchen und helfen soll, die Kluft zwischen der Schulmedizin und den traditionellen Heilern zu überbrücken. Medizinmänner haben in Südafrika großen Zulauf.

Die Krankenhäuser der großen Städte sind gut eingerichtet und bieten sämtliche Behandlungsmöglichkeiten. Die meisten Provinzkrankenhäuser verfügen über Polikliniken. Ländliche Gebiete werden durch kleinere Krankenhäuser und Gesundheitsstationenen versorgt, abgelegene Gebiete durch mobile Kliniken. Falls erforderlich, erlaubt ein gutes Straßensystem die schnelle Verlegung der Patienten zur Spezialbehandlung in größere Krankenhäuser.

Die öffentlichen Krankenhäuser brauchen hinsichtlich der reinen ärztlichen und medizinischen Versorgung den Vergleich mit den Privatkliniken nicht zu scheuen. Jedoch sind die privaten Krankenhäuser sehr komfortabel, außerdem ist es dort dem einweisenden Arzt durch das Belegarztsystem möglich, seine Patienten weiter zu versorgen. Die Abrechnung in den Privatkliniken erfolgt nach Leistung getrennt, und zwar für die ärzliche Leistung, für Bettbelegung und Pflegekosten und für Medikamente, Verbandsmaterial u.ä.

Die Einweisung in ein Krankenhaus erfolgt normalerweise durch den Arzt. In Notfällen können Kranke auch sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Ein vorheriger Anruf ist - soweit es die Situation zuläßt - erforderlich. Die einzelnen Krankenhäuser sind in den Telefonbüchern unter "H" wie Hospital zu finden. Krankenwagen können bei der nächsten Feuerwehrstationen bestellt werden. Diese stehen unter "Spezilal Services" im Telefonbuch. Krankenwagen für Notfälle werden von der "St. John´s Ambulance", dem "Roten Kreuz" und der "Suid-Africaanse Noodhulpliga" bereitgehalten. Wählen Sie im Notfall 000, um Krankenwagen, Feuerwehr oder Polizei zu alarmieren.

Ärzte sind in den Telefonbüchern unter "Medical Practitioners" oder Mediese Praktisyns" aufgeführt. Zahnärzte findet man unter "Dentists" oder "Tandartse". In den größten Städten gibt es deutschsprachige Ärzte. Hausbesuche sind nicht üblich. Der behandelnde Arzt erkundigt sich zwar nach der Krankenkasse, rechnet jedoch mit dem Patienten direkt ab. Die Arztrechnung miß dann zwecks Erstattung an die Krankenkasse weitergeleitet werden.

Apotheken (Chemist, Pharmacies, Apteek) gibt es auch in kleineren Städten. Sie führen neben Medikamenten auch Drogeriewaren. Medikamente wie Asperin und Paracetamol sind außerdem in jedem Supermarkt erhältlich. Die Ausgabe der verordneten Medikamente erfolgt in neutralen Packungen in der Im Rezept angegebenen Menge ohne Beipackzettel. Auf Wunsch gibt der Apotheker nähere Auskunft zum Medikament und zur Dosierung.
Die Medikamente sind in Gruppen von S1 bis S7 eingeteilt. Die frei erhältlichen Mittel, z.B. gegen Kopfschmerzen oder leichte Erkältungen, gehören der Gruppe S1, Medikamente, die in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, der Gruppe S7 an. Es besteht für Medikament Registrierungspflicht beim The Registrar Medical Contol Council in Pretoria. Ausländische Medikamente, die dort nicht registriert sind, dürfen nicht nach Südafrika eingeführt werden.








Quelle: Bundesverwaltungsamt Köln

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