Brazzaville

Brazzaville ist die Hauptstadt mit Provinzstatus der Republik Kongo mit 1.115.773 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005).
Brazzaville liegt gegenüber von Kinshasa am Kongo. Beide Städte werden durch eine Fähre verbunden. Die Stadt und somit der Hauptstadtdistrikt grenzt an die Region Pool und die Demokratische Republik Kongo.
Benannt ist die Stadt nach dem Franzosen Pierre Savorgnan de Brazza, der im seinerzeitigen Französisch-Kongo 1883 eine Station anlegte, aus welcher sich dann die Stadt entwickelte. Die Station lag auf dem rechten (nördlichen) Ufer des vom Kongo gebildeten Pool Malebo. Das Gebiet um die spätere Station selbst war von Häuptling Makoko im Jahr 1880 an Brazza abgetreten worden.

Seit 1898 war Brazzaville die Hauptstadt von Französisch-Kongo und besaß um 1900 etwa 5.000 Einwohner, bis 1950 war diese Zahl auf etwa 100.000 gestiegen. 1940 schloss sich Französisch-Kongo dem Freien Frankreich an. Brazzaville war vom 26.10.1940 an kurze Zeit die Hauptstadt des Freien Frankreich bevor der Sitz schließlich nach Algier, Algerien verlegt wurde. Im Januar 1944 fand hier unter Leitung de Gaulles die "Konferenz von Brazzaville" über die zukünftige Ordnung im französischen Kolonialreich statt.

Brazzaville ist wichtiger Knotenpunkt der Schifffahrt auf dem Kongo und Endpunkt einer Eisenbahn zur Küste.

© Der Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

¨