Aufbau und Neuorientierung

1982 wurde der zum Präsidenten ernannte Nkomo von seinem Kabinett abgesetzt, als Kämpfe (sog. Gukurahundi) zwischen ZAPU-Unterstützern (sog. Dissidents) im Ndebele-sprachigen Landesteil und der herrschenden ZANU aufflammten. Die Regierung ging von einer heimlichen Beteiligung Südafrikas an den Unruhen aus und handelte entsprechend streng - 1987 erfolgten "Strafexpeditionen" der Regierung Mugabe (ZANU) nach Nord- und Süd-Matabeleland gegen die konkurrierende ZAPU-Bewegung mit zahlreiche Zivilopfern. Verhandlungen über einen Friedensvertrag erbrachten dann 1987 die Vereinigung mit der ZAPU zur Zanu-PF (1988).

Auf diese Art gestärkt, beschloss die Regierungspartei, die Wahlen von 1990 zu einer Abstimmung über die Einführung einer Einparteienregierung und die Verankerung des Sozialismus in der Verfassung zu machen. Trotz des für sie günstigen Ergebnisses wurde das Projekt aus Angst vor einer internationalen Kapitalflucht wieder abgesetzt und stattdessen IMF-unterstützte ökonomische Maßnahmen und Sparprogramme beschlossen. Nicht zuletzt wurde dieser Umschwung begründet durch die 1992 eingetretene, wahrscheinlich schlimmste Dürre des Jahrhunderts im südlichen Afrika, die Simbabwe so massiv traf, dass der nationale Notstand ausgerufen wurde.



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