Jüngere Geschichte

Die Regierung Simbabwes wird mit einer großen Anzahl wirtschaftlicher Probleme konfrontiert, die zum überwiegenden Teil auf eine völlig verfehlte Politik zurückzuführen ist. So werden seit 2003 weiße Bauern systematisch enteignet und teilweise sogar ermordet. Auslöser für diese Politik war das Bemühen der Regierung, oppositionelle Strömungen grundsätzlich zu verhindern und den politischen Alleinvertretungsanspruch - auch mit Mitteln der Gewalt - zu zementieren. Als eine der ersten Zielgruppen der politischen Opposition wurden die - zumeist bei weißen Landwirten angestellten - Farmarbeiter identifiziert. Indem die Farmer enteignet und die Arbeiter in die Arbeitslosigkeit und Verelendung getrieben wurden, konnte die Regierung ihren unmittelbaren Einfluss auf die Landbevölkerung wieder verstärken und die Arbeiter dem (politischen) Einfluss der Weißen entziehen. Da die Opposition, die sich zwischenzeitlich in der Partei MDC (Movement for Democratic Change) zusammengeschlossen hat, dennoch weiter an Popularität gewann, hat die Regierung unter Robert Mugabe eine konsequente Diktatur etabliert. So wurden Justiz und Medien gleichgeschaltet, Meinungs- und Versammlungsfreiheit dramatisch eingeschränkt und - unter den Augen von EU, USA und den Nachbarstaaten - ein perfides Terrorregime gegen politisch Andersdenkende etabliert. Nach Einschätzung der wenigen zugelassenen unabhängigen Wahlbeobachter waren konsequenterweise sowohl die Ergebnisse der letzten beiden Parlamentswahlen als auch die der Präsidentschaftswahl 2002 in erheblichem Umfang gefälscht. Dies führte noch im selben Jahr zur Suspendierung Simbabwes aus dem Commonwealth.



Oleco.de - Günstiger Surfen

© Der Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

¨