Unabhängigkeit 1956

Am 12. Februar 1953 geht Ägypten einen Kompromiss ein: Der künftige Sudan soll selber entscheiden, ob er zu Ägypten gehören will oder nicht. Die Wahlen am 29. November gehen eindeutig zu Gunsten der Nationalen Unionspartei (Umma-Partei - UP) aus. Damit ist der Weg in die Selbständigkeit weitgehend geebnet. Schon 1948 führten die Briten in Sudan eine Verwaltungsreform durch und ließen gegen den ägyptischen Widerstand 1951 eine nationale verfassungsgebende Versammlung zu. Nach den Wahlen vom November gelingt es Ismail al-Aschari (* 1902, † 1969) am 9. Januar 1954 eine Regierung zu bilden.

1955 beginnt der Bürgerkrieg zwischen dem christlich-schwarzen Süden und dem islamisch-arabischen Norden des Landes.

1. Januar 1956 Unabhängigkeit Sudans unter Präsident al-Aschari. Die ethnisch-religiösen Gegensätze des Landes können allerdings bis heute nicht gelöst werden. Im April des Jahres wird Sudan Mitglied der Arabischen Liga und demonstriert so seine Zugehörigkeit zur Arabischen Welt.

Bei den Wahlen vom 11. März 1958 wird die Umma mit 68 der 173 Parlamentssitze stärkste Partei. Wegen der Probleme innerhalb der Koalition wendet sich ihr Führer Abdullah Khalil an den Oberbefehlshaber der Armee, General Ibrahim Abbud. Dieser putscht am 17. November. Er löst das Parlament auf, suspendiert die Verfassung, verbietet alle Parteien und wird als Oberhaupt der Militärjunta Staatschef.

Am 15. November 1964 wird Abbud von einer zivilen Regierung unter Al-Aschari wieder abgelöst. Diese Zeit wird geprägt durch Instabilität und Rivalitäten der Parteien.

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