Wirtschaft

Der Süden des Landes verfügt über reichhaltige Bodenschätze, wie zum Beispiel Erdöl, Gold, Diamanten und Uran. Allein die Erdölvorkommen werden nach US-amerikanischen Schätzungen aus den 1990er Jahren auf rund 3 Milliarden Barrel beziffert. Bisher sind die meisten dieser Bodenschätze noch nicht erschlossen – teilweise sind sogar die Konzessionen noch nicht vergeben.

Haupt-Export-Länder (Stand 2004) sind China (64,3 %), Japan (13,8 %) und Saudi Arabien (3,7 %).

Haupt-Import-Länder (Stand 2004) sind Saudi-Arabien (11,7 %), China (10,7 %), die VAE (6,2 %), Ägypten (5,2 %), Deutschland (4,9 %), Indien (4,6 %), Australien (4,1 %) und Großbritannien (4 %).

Die Volksrepublik China ist der wichtigste ausländische Investor im Sudan. Mittlerweile deckt das afrikanische Land schätzungsweise 6 bis 8 % der gesamten Ölimporte Pekings; 60 Prozent des sudanesischen Erdöls geht nach China. Derzeit fördert der Sudan 340.000 Barrel am Tag. Man erwartet in absehbarer Zeit eine Steigerung auf 800.000 Barrel täglich. Trotz ständiger Menschenrechtsverletzungen verhindert China mit seinem Vetorecht im Uno-Sicherheitsrat internationale Sanktionen gegen den Sudan, der 60 Prozent der Ölerlöse in (chinesisches) Kriegsgerät investiert.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Sudan bewegen sich im untergeordneten Bereich, haben aber weiter an Intensität gewonnen. Das Handelsvolumen entspricht mit 150 Mio. Euro nicht dem eigentlichen Potenzial beider Länder. Da bislang noch keine Hermesdeckung der Bundesregierung für Auslandgeschäfte mit dem Sudan möglich ist, bleiben die Perspektiven für eine Ausweitung des bilateralen Handelsaustausches noch beschränkt. Großprojekte wie die Erweiterung des sudanesischen Telekommunikationssektors sowie im Kraftwerksbau und im Luftfahrtbereich haben das Interesse deutscher Unternehmen geweckt, die sich an entsprechenden Ausschreibungen beteiligen. Im März 2004 wurde in Khartum ein deutscher Wirtschaftskreis gegründet, der als Ansprechpartner fungieren und den Austausch beider Seiten fördern soll.

Das bilaterale Handelsvolumen betrug im Jahr 2003 gut 150 Mio. Euro. Sudan exportierte Waren im Wert von 39,7 Mio. Euro nach Deutschland. Traditionelle Hauptexportgüter sind Baumwolle, Gummi Arabicum sowie in geringen Mengen Sesam, Nüsse und Häute.

Die sudanesischen Importe aus Deutschland umfassten im Jahr 2003 Waren im Wert von 111 Mio. Euro, darunter hauptsächlich Maschinen und Ausrüstungen, sowie Fertigerzeugnisse, Chemikalien, Lebensmittel und Textilien.

FinanceScout24: Ratenkreditvergleich

© Der Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

¨