Die ersten Einwanderer


The Landing of Jan Van Riebeeck

Angesichts der Vorgeschichte war der Übergang ohne große Gewald, aus heutiger Zeit, nicht unbedingt zu erwarten. Das Land am Kap der Guten Hoffnung war jahrhundertelang umkämpft.
1647 erlitt die holländische "Nieuw Haerlem" auf dem Heimweg aus dem Osten in der Tafelbucht Schiffbruch. Die Überlebenden erbauten am fuße des Tafelberges ein Fort, wo sie über ein Jahr bis zu ihrer Rettung lebten. Als sie wieder in die Heimat zurückgekehrt waren, überzeugten Leendert Janszen und Jan van Riebeeck die Holländisch-Ostindische Kompanie zur Errichtung eines festen Stützpunktes am Kap.


Jan van Riebeeck

06. April 1652 segelte nun die niederländische Ostindienkompanie zum Kap und gründet unter Jan van Riebeeck Kapstadt als zeitweilige Versorgungsstation für ihre Handelsschiffe. Die "Buschleute" hatten jedoch wenig Kenntniss vom modernen Ackerbaueignen noch wollen sie ausreichend von ihrem Vieh verkaufen. Die fehlende Vorstellung von Grundeigentum lud die Holländer dazu ein das Lnd zu besiedeln. Die San und die Khoikhoi (Buschleute) ahnten auch noch nicht dass das die Vorhut von zehntauenden Europäern sein wird. Die Buschleute, von den Holändern „Hottentotten“ genannt, wurden später von den Holändern verfolgt, bis sie sich in unfruchtbare Gegenden zurückzogen.


Maria de la Queillerie, van Riebeecks Frau

Begleitet wurde van Riebeeck von 82 Männern und 8 Frauen, darunter auch seiner eigenen Ehefrau. Zu ihrem eigenen Schutz bauten van Riebeecks Leute zunächst das "Fort de Goede Hoop". Ferner legten sie einen ausgedehnten Garten an und begannen mit dem Anbau von Obst und Gemüse. Den Fleischbedarf versuchte man, durch Handel mit den, vorher noch verfolgten, San zu decken. Nicht nur daran kann man die absolute Dominanz der Holländer am Kap erkennen. Ab 1657 kamen noch mehr Einwanderer aus den Niederlanden gründen Farmen auf besetztem Land und verdrängen die Buschleute entgültig nach Norden. Es werden Sklaven aus den verschiedenen Handelsgebieten der Ostindienkompanie als Arbeitskräfte importiert oder von den Schiffskapitänen als Zahlungsmittel mitgebracht.

Die Kolonie mit etwa 20.000 Weissen - Afrikaaner - und 26.000 Sklaven und Mischlingen wird im Zuge der Napoleonischen Kriege von den Briten besetzt. 1815 handeln sie den Niederlanden das Land am Kap ab und Südafrika wird britische Kolonie. Die Briten wagen es, sich in die Belange zwischen weissen Grundbesitzern und ihren schwarzen Arbeitern und Sklaven einzumischen, einige der dagegen rebellierende Buren werden wegen Hochverrats verurteilt und aufgehängt. Ab 1827 wird Englisch auf Anweisung des Gouverneurs Sommerset Amts- und Gerichtssprache, ein grosses Problem für die eher ungebildeten burischen Bauern. Ein Grund mit für die Protestbewegung der Buren der große Treck beginnt!



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