Finazen

Die südafrikanische Währung hat in den vergangenen 10 Jahren fast zwei Drittel ihres Wertes gegenüber den Leitwährungen eingebüsst. Allein 1998 sackte der Rand um rund 25% gegenüber Dollar, DM, Pfund und Yen. Und dies, obwohl die Währung durch hohe Zinsen geschützt wird und die Inflation eher rückläufig ist. Viele Anleger, die sich die 1997 mit großem Optimismus emittierten, hochverzinslichen Rand-Anleihen kauften (Zinssätze bis zu 18%), haben den Wertverfall der Währung schmerzhaft zu spüren bekommen. Ob die Bewertung des Rand durch die wirtschaftlichen Rahmendaten gerechtfertigt ist, mag bezweifelt werden. Die südafrikanische Währung ist ein beliebtes Objekt für Spekulanten geworden, und viele seriöse Analysten sehen den Rand derzeit um 15 bis 20 % unterbewertet.

Vom schwachen Rand profitiert nicht nur der Tourismus, der in den letzten Jahren zum wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden ist. Auch der für Südafrika nach wie vor wichtige Gold-Bergbau, durch den Goldpreisverfall schwer in Bedrängnis geraten, konnte sich durch die stetig nachgebende Währung über Wasser halten.

Niemand kann wohl gegenwärtig wirklich voraussagen, ob sich der Rand wieder erholen oder ob er ein Fass ohne Boden bleiben wird. Mittlerweile hat sich die Lage an der Zinsfront wieder beruhigt. Seit Mitte letztes Jahres konnte Südafrikas Reserve Bank die Leitzinsen kontinuierlich senken, ohne dass dies nennenswerte Auswirkungen auf den Wechselkurs des Rand gehabt hätte. Ebenfalls positiv: die hohe Inflation ist erstmalig deutlich rückläufig.

Wer in Südafrika investiert, sollte sich trotz allem darüber im klaren sein, dass mit - immer noch relativ hohen - Zinsgewinnen und Renditen auch ein hohes Risiko verknüpft sein kann.



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