N'Djamena


Eine Straße in N'Djamena

N'Djamena (früher Fort Lamy) ist die Hauptstadt der Republik Tschad und zugleich größte Stadt des Landes mit 998.000 Einwohnern (Stand: 1999).

Die Stadt liegt im Südwesten des Landes am Zusammenfluss der Ströme Logone und Schari, der hier die Grenze zu Kamerun bildet. Eine Brücke verbindet die Stadt mit Kousserie auf der anderen Seite.

Die Temperatur in N'Djamena beträgt im Jahresmittel 27,8 °C, der durchschnittliche Niederschlag liegt jährlich bei 556 mm und ist hauptsächlich auf die Monate Juni bis August verteilt.

Gegründet wurde der Ort von Émile Gentil zur Zeit der französischen Kolonialherrschaft am 29. Mai 1900 unter dem Namen Fort Lamy. Benannt wurde er nach dem Afrikaforscher und Militärkommandanten Francois Joseph Amédée Lamy, der wenige Tage zuvor bei einem Gefecht getötet worden war. Bis zur Unabhängigkeit des Landes 1960 war hier der Sitz der französischen Verwaltung. Am 6. November 1973 wurde die Stadt in N'Djamena umbenannt, der arabische Name stammte von einem kleinen Ort in der Nähe. Die Bevölkerung wuchs von 9.976 im Jahr 1937 über 126.483 1968 auf inzwischen rund eine Million Einwohner.

Während der Bürgerkriege in den 1970er und 1980er Jahren war die Stadt öfters umkämpft.

In N'Djamena befindet sich die 1970 gegründete einzige Universität des Tschad. Daneben gibt es eine ganze Reihe von Oberschulen.

N'Djamena verfügt über einen internationalen Flughafen, der von Cargolux, Air France, Ethiopian Airlines, Sudan Air und Cameroon Airlines angeflogen wird. Von Europa aus kann man die Stadt wöchentlich von Paris aus erreichen.

Es gibt moderne Fleischfabriken und eine Erdölraffinerie.

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